Surftrip – Costa Rica

Nach einer intensiven Lernphase der letzten 3 Jahre im Umfeld der Digitalisierung und Webentwicklung mit konstanter Arbeit an der Neuausrichtung unserer Ventures begab ich mich im Januar 2017 auf eine 2 monatige Reise nach Costa Rica, um in einem anderen Umfeld Abstand zu gewinnen für eine neue Fokussierung, aber auch um zu sehen, wie weit es möglich ist, das Office unabhängig vom Aufenthaltsort zu betreiben und Projekte in der Ferne umzusetzen.

Auf der Reise habe ich die neuen Onlineservices AirBNB und Uber intensiv genutzt, wobei die Verfügbarkeit einer einigermassen schnellen Internetleitung nach wie vor ein Killerkriterium ist. Dieses war in vielen der AirBNB Hostals in Costa Rica sehr an der Grenze für die produktive Arbeit. Trotzdem war ich nahezu ununterbrochen online und habe speziell am Anfang der Reise verschieden Freelance Aufgaben für meine Kunden in der Schweiz durchgeführt.

Das Fazit zeigt sich durchzogen

Einerseits war es für mich auch in Costa Rica möglich, nur mit meinem Laptop relevante Arbeiten zu erledigen, andererseits waren die Schwankungen in der Internetgeschwindigkeit für einen verwöhnten digitalisierten Schweizer wie mich doch etwas nervtötend.

Nebst Freelance Arbeiten für Schweizer Kunden produzierte ich zwei effektive Low Budget Video Clips für ein lokales Musiker Duo und coachte beide in den Möglichkeiten von Facebook Promotions, nachdem ich die Systeme der Computer, Facebook Fanpages etc. auf den neusten Stand gebracht hatte.

Für eine Boutique habe ich mit der Inhaberin die Produktion und Lieferung der Ware im Detail analysiert und ihr neue Produktionsmöglichkeiten aufgezeigt.

Es gäbe für einen digitalen Experten mit meinen Kenntnissen noch viel Potential um Dienstleistungen vor Ort anzubieten. Im zweiten Teil meiner Reise standen aber die Wellen und die Gesundheit im Vordergrund…

Surfen – Extreme Bootcamp

Bereits 2004 und 2009 bin ich nach Costa Rica gereist, um als Binnenländer das Surfen zu erlernen und zu praktizieren. Aus meinen vorgängigen Reisen war mir bekannt, dass der grösste Aufwand beim Surfen im Kraftaufbau liegt.
Der Grund dafür ist einfach: Die Welle bewegt sich mit einer gewissen Geschwindigkeit aufs Ufer zu. Um sie zu surfen ist es nötig am richtigen Ort zu sein, sowie selbst die Geschwindigkeit der Welle aufzubringen.
Beides verlangt nach PADDELN und nochmals PADDELN.

Ich stehe zu meiner Faulheit in Bezug auf den Sport und mich interessierten stets nur Extremsportarten wie Snowboarden, Klettern und Surfen. Dabei ist Surfen die einzige mir bekannte Sportart, die mich zwingt, meinen Körper in Topform zu bringen, bevor der eigentliche Sport ausgeübt werden kann. Hinzu kommt die Erbarmungslosigkeit der Sonne, wo auch die Haut teil des Aufbauprozesses wird.

Nach dem Kampf durch die Brandung bis ins Lineup geht die Positionierung los. Die Wellen kommen in Sets von je ca 3 grossen Wellen. Zwischen den Sets liegt die Stille und das Schaukeln des Ozeans, die willkommene Entspannung bietet. Trotzdem ist permanent Wachsamkeit geboten, wie sich der Wellengang entwickelt und wenn die Wellen gross werden ist eine schnelle Reaktion gefragt um nicht von diesen verräumt zu werden.

Parallelen zur persönlichen Ausrichtung und der Ausrichtung von Unternehmen

Die Wellen, die wirtschaftlich auf uns zurollen haben viel mit den Wellen im Meer gemeinsam. Eine grosse Welle, die derzeit auf uns zurollt ist die Digitalisierung zusammen mit der Globalisierung. Wer frühzeitig hinaus paddelt, sich also frühzeitig mit der Materie vertraut macht, wird nicht von der Welle erfasst und kann sie im besten Fall sogar surfen, also von ihr profitieren und ihre Schönheit geniessen.

Die Welle ist am heranrollen! Paddeln Sie mit uns hinaus und wir bringen Sie in eine ideale Position!